Blumen, Vögel, Landschaften

Aquarelle von Nadja von Wilcken


zu den Bildern

Vertreibung und Nachkriegszeit: Nur wenige Menschen können sich noch an die Stimmung und Gefühle vor 60 Jahren erinnern. Nadja von Wilcken ist eine Zeitzeugin. Und sie hat sich erinnert: Doch sie schreibt oder erzählt nicht, sondern malt – die gleichen Motive wie vor 60 Jahren.

Ein ungewöhnlicher, berührender Blick in die Nachkriegszeit.

Zur Finissage, am 3. Oktober 2006, um 18.00 Uhr in der Praxis Hagen ist die Künstlerin anwesend.

Kunst für Brot

1946: Die 30jährige Nadja von Schweder hat sich und ihre Eltern von Russland über Finnland, Estland, und Polen nach Bayern in die amerikanische Besatzungszone gerettet. Fast zwei Jahre lang ernährt sie sich und ihre Angehörigen mit selbst gemalten Aquarellen, die sie gegen Lebensmittel tauscht oder verkauft. Sie weiß, was die Menschen brauchen:

Erholsame Motive

2006: Nadja von Wilcken (geb. Schweder) (90) knüpft in Berlin an ihre kurze künstlerische Nachkriegskarriere an. Sie malt, jeden Morgen von 10 bis 12 Uhr, Bilder mit erholsamen Motiven – wie vor 60 Jahren.

Blumen, Vögel, Landschaften.

Die neuen Aquarelle von Nadja von Wilcken sind Bilder mit einer seltenen Kraft: Authentizität.

Damals wie heute ist es die innere Haltung, die diese Bilder besonders macht: Optimismus, Lebensbejahung und das Wissen um das eigene Können. Unprätentiöse Skizzen schöner Motive vor dem Hintergrund von Vertreibung und Nachkriegszeit.


Vom 24. September bis 3. Oktober 2006
Dienstag bis Sonntag, 16.00 bis 19.00 Uhr
Eröffnung 23. September 2006 um 18.00 Uhr

Tel. 0170 278 54 39