Vögel, Blumen, Landschaften


Aquarelle von Nadeschda von Wilcken

1. bis 22. August 2010
Eröffnung: Samstag, den 31. Juli, 16.00 Uhr
Öffnungszeiten: Mi-So 14.00 bis 18.00 Uhr



Vertreibung und Nachkriegszeit: Nur wenige Menschen können sich noch an die Stimmung und Gefühle vor 60 Jahren erinnern. Nadja von Wilcken ist eine Zeitzeugin. Und sie hat sich erinnert: Doch sie schreibt oder erzählt nicht, sondern malt die gleichen Motive wie vor 60 Jahren.

1946: Die 30jährige Nadja von Schweder hat sich und ihre Eltern von Russland über Finnland, Estland, und Polen nach Bayern in die amerikanische Besatzungszone gerettet. Fast zwei Jahre lang ernährt sie sich und ihre Angehörigen mit selbst gemalten Aquarellen, die sie gegen Lebensmittel tauscht oder verkauft.

2006: Nadja von Wilcken (geb. Schweder) (90) knüpft in Berlin an ihre kurze künstlerische Nachkriegskarriere an. Sie malt, jeden Morgen von 10 bis 12 Uhr, Bilder mit erholsamen Motiven - wie vor 60 Jahren:
Vögel, Blumen, Landschaften.

Damals wie heute ist es die innere Haltung, die diese Bilder besonders macht: Optimismus, Lebensbejahung und das Wissen um das eigene Können. Unprätentiöse Skizzen schöner Motive vor dem Hintergrund von Vertreibung und Nachkriegszeit.



"Presse: Uckermark Kurier, Märkische Allgemeine