Damian Loboda

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Dopamin, Napalm und Weihwasser


Damian Loboda zeigt Arbeiten der letzten zehn Jahre in der Praxis Hagen


„Den Stoff bekommt man leicht, er ist billig und es geht schnell. Ich liebe
ihn.“

Vor zehn Jahren fiel Damian Loboda das Baumaterial Styropor in die Hände.
Auf der Suche nach Dreidimensionalität, Struktur und Oberfläche.
Dopamin, Napalm und Weihwasser sind für Loboda sehr unterschiedliche extreme Substanzen, die er mit dem Material verbindet: als Arbeitsrausch, als tödliche Energie (Styropor ist ein Rohstoff zur Herstellung von Napalm) und als Grundlage zur Bearbeitung religiöser Motive aus der Renaissancezeit.

Es hat ihn wie eine Sucht gepackt; mit Kettensägen, Säuren, und Messern dringt er in das Styropor ein, stellt es in seinen Reliefs in neue Zusammenhänge: Abstraktes und Gegenständliches, Astro-Bilder und Stadtlandschaften, immer wieder kombiniert mit Farbe, gefundenen Materialien, Zufallsgegenständen, teils mit Strom versorgt oder mit Tönen.

„Styropor ist ein Material, das sich nur ganz schwer selbst verleugnet. Wenn
ein Medium ein Mittel ist, welches nur funktioniert, wenn es selbst zurücktritt, dann bleibt es nicht unthematisch. Es ist keine Fensterscheibe, die einen Blick hinaus erlaubt ohne selbst gesehen zu werden und durch die man nur so lange hinausschaut, wie man nicht auf sie achtet. In diesem Sinne wird es vom Medium zum Thema.“

In diesem Sinne ist die Vielfalt der Motive Lobodas, von Interpretationen
der Renaissancemalerei bis zum Comic-Ausschnitt zu verstehen als Lust, die
Motive mit dem Material Styropor zu konfrontieren, einem Material, von dem
der Laie sagt: Es fusselt und quietscht, es ist billig.
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Für Damian Loboda ist Styropor eine Wissenschaft.



Öffnungszeiten sind vom 4. bis 18. März 2007
Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr'
Eröffnung ist am 3. März um 20.00 Uhr