Vera von Wilcken



Neue Bilder
von Vera von Wilcken

16. Dezember 2006 bis 7. Januar 2007



Vera von Wilcken ist Chronistin. Ihre Motive findet sie unter anderem in alten Familienfotos: Der Kies-Schrabber am Fluß, russische Winterlandschaften, ein Haus in Südfrankreich. Details aus einer vergangenen Zeit. Aus der Kindheit und aus der Zeit davor – Krieg und Emigration, die 50er und 60er Jahre – Vera von Wilcken entleert ihre Bilder von Menschen, sie konzentriert sich auf die Spuren, die sie hinterlassen oder die Gegenstände, die sie und mit denen sie sich umgeben: Interieurs, Architektur, Maschinen, Landschaften.

Diese Zeichen werden in ihren Bildern zu Markierungen und Brückenköpfen, mit denen sie die Vergangenheit einkreist. Als Kamerafrau im Dokumentarfilm ist ihr Blick an der Realität geschult und doch sind ihre Gemälde nicht dokumentarisch. Ihre malerischen Unschärfen zwingen zur Kontemplation, sind Ruhepunkte in einer verwehenden Geschichte.