H.: Die Freiheit ist der Ursprung des Satzes vom Grunde
Konzert Neuer Musik

30. März 2007, 20.00 Uhr

Fabio Mina: fl, bansuri, di t'su, Agata Wenninger: ss, Markus Wenninger: scl

Eintritt 5,00 / 3,00 Euro

Der Boden der Galerie Praxis Hagen ist auch seine Geschichte. Schichten
haben sich auf die ehemals weiße Fläche eines Friseursalons gelegt. Markus
Wenninger, Agata Wenninger und Fabio Mina von dem Ensemble "Apollinische Netze & Seife" erkennen in ihm eine Partitur organisch Gewachsenem. Sie
nehmen den Boden, den Grund der Galerie als Vorlage für Ihre Kompostion
&H.: Die Freiheit ist der Ursprung des Satzes vom Grunde“, zu hören und zu sehen am 30. März 2007 um 20.00 Uhr in der Praxis Hagen.

"(Nihil est sine ratione.): Die Freiheit ist der Ursprung des Satzes vom Grunde (Heidegger, Vom Wesen des Grundes). Was wird (aus)gesagt, was wird
gemacht, wenn ss, fl & scl bezüglich des Bodens der Galerie „praxis hagen“
auf Partitur erkennen, was ist da unter den Füßen notiert? Warum ist (dort)
etwas, & nicht bloß nichts? Heideggers Existentialphilosophie erhellt &
beschreibt die posttonale Musik kategorial besser als jegliche meinende
Versicherung seitens der UrheberIn oder der Rezeption. Die Wände sind nur
Ränder, keine Grenzen. Graphische Notation ist (ein?) Ausweg zu sein aus der

Metaphysik des Strukturalismus’ von Komposition/Improvisation: Posttonlität ist ein irreduzibles Drittes. Guter Schlaf ist wichtig. Deleuze: „Karten machen, nicht Kopien!“ – der Galerieboden ist eine solche Karte in situ. Die composer-performer, welche ein Stück wie „H.:…“ erfordert, schließen in dekonstruktiver Freiheit ihre Instrumentalmaschinen an diesen organlosen Körper an, & das Rhizom wuchert, lauter glatte, intensive Haecceitates, in allen möglichen Ausgängen. Grund ist ebenso sehr Begründung, hier, des Spieles. Von der Strenge völliger Freiheit, das ist unser Grund & Boden. „Man Looking In/Outward.“ (HoL).“

Markus Wenninger
www.apollinischenetzeundseife.de



Markus Wenninger: 1969. clarinet (B), alto saxphone, shakuhachi, didgeridoo, dizi, composition.
Pack (B)(b)ecoming coplexism\ Felt \ rhizom, decidedly posttonal. Sleeps and hears exceedingly well, eyesight of a mole. Courses w \ and plays composition by Ogiermann, Hölzky, Armbruster, Supper, Brötzmann …Writes his Ph.D. on the semiotical\ logical relation of performance and score in New Music and Improvisation. Co-founded the ensemble “Apollinische Netze & Seife” in 1993. www.apollinischenetzeundseife.de

Fabio Mina: was born in 1984 in Rimini, Italy. He studied flute at the Conservatorio “G.Rossini” in Pesaro and since 2002 he has devoted himself also to composition. He is interested in new music, Indian ragas and Gregorian chant. He has played chamber as well as ancient and contemporary music and jazz. In his work as musician he wants to deepen the links between music and spiritual roots and place it in a contemporary context through the improvisation and the composition.

Agata Wenninger: Born 1971, PhD in philosophy. In between the countries, in between the languages, in between the sounds – music as a genuinely New Music, self emulating gesture. The decisive point in Improvisation is the playful inventing-of-oneself in musical space to be creatively exploited. My longing for the nonexistent Eigentlichkeit of sound experience.